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coworkingspace sarona
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MEIN SCHREIBTISCH IM WEWORK SARONA

wework Sarona

photo: origin.wework.com

 

Endlich, ich habe auf diesen Tag hingefiebert. Heute habe ich meinen neuen Schreibtisch bezogen: im Coworkingspace WeWork Sarona. Besser gehts nicht. Seit langem wusste ich, dass ich meine knappe Zeit effektiver nutzen muss. Zuhause gibt es immer Ablenkungen vom Schreiben: Joya unsere Hündin schaut mich mit ihrem Labrador-ich-brauche Streicheleinheiten-Blick an; eines der Kinder hat Hunger (meistens alle und immer); das Geschirr muss gespült werden; die Wäsche gewaschen und so weiter.

Da lag es auf der Hand mein Schreiben auszulagern. Nicht in ein Café, sondern in einer der Coworkingspaces von Tel Aviv. Nachdem ich mir einige angeschaut habe, war klar, es muss WeWork Sarona sein. Nach einem Monat auf der Warteliste, kommt die ersehnte Nachricht: ein Platz ist frei.

COWORKEN IM ALTEN TEMPLERVIERTEL

Die Location ist von zuhause in lässigen 11 Minuten per E-Bike zu erreichen. Der Coworkingspace liegt im dritten Stock über dem Sarona-Markt. Mitten in diesem wunderschön renovierten Viertel, das im späten 19.Jahrhundert eine der landwirtschaftlichen Kolonien der deutschen Templergesellschaft war. Heute sind Designerboutiquen, Restaurants und Cafés in die denkmalgeschützten Villen mit den roten Ziegeldächern eingezogen.

Der Weg zum Aufzug führt mitten durch die kulinarischen Verführungen des Saronamarkt, einer Kleinmarkthalle für Foodies. Die Gerüche lasse ich erstmal hinter mir und checke stattdessen im Wework ein. Wie alle  Neulinge bekomme ich einen Orientierungs-Rundgang durch das schachtelförmige Loft mit den vielen Arbeitsecken.

wework Sarona

photo: www.wework.com

 

SILENT OPEN SPACE IM WEWORK SARONA

Mein Platz heisst Dd15 und ist ein hölzerner Schreibtisch mit Schublade, Lampe und Steckdosen. In dem grossen Loft, der aussieht wie eine moderne Bibliothek mit Hipstertouch läd die Atmosphäre zum schreiben ein. Ich sitze zwischen zwei charmanten Hightech-Progammierern (könnte hilfreich sein bei technischen Fragen). Gegenüber von mir liest eine junge Frau konzentriert am Bildschirm ohne den Kopf zu heben. Die Aircondition kühlt bestens (ein Muss im Tel Aviver Sommer) und selbst der Stuhl verdient Erwähnung, da es sich hier länger sitzen lässt, als auf meinem hölzernen Küchenstuhl, an dem ich zuhause arbeite.

Mein Arbeitsbereich nennt sich Silent Open Space, sprich keine Telefonate, kein lästiges Handyklingeln. Zugang nur mit einer Magnetkarte. Im Eingangsbereich, der an ein kalifornisches Boutiquehotel erinnert, gibt es bequeme Sofas mit fluffigen Kissen zum reinfläzen. Eine Art Chillout Zone. Daneben stehen Communitytables, an denen geredet und gegessen wird. Viele bringen sich ihr Lunch in Tupperware mit, andere (wie ich heute) gleiten mit dem Aufzug direkt in die Markthalle runter.

LUNCHEN IM ESSTEMPEL SARONA

Drei Stunden nonstop schreiben sind vergangen ohne einmal auf die Uhr zu schauen. Dann meldet sich der Hunger und die Kaffeesucht. Als ich von der kontemplativen Stille, die nur vom Summen der Aircondition begleitet wird in den Sarona-Esstempel falle, müssen sich meine Augen erstmal an den Sinnesrausch anpassen. Die Ess-Sortimente und Menschenmengen sind beeindruckend. Na gut, es ist auch Mittagszeit und dazu noch Sommerferien, sprich Touristen und Schüler.

Ich lasse mich von den Düften leiten. Laufe vorbei an der ZeSushibar, der Thaiküche Tiger-Lilly, einer Pastabar, widerstehe den dreischichtigen Sandwiches und steuere auf die Ramen-Wok-Bar des israelischen Chefkochs Aharoni zu.

Ramen Bar Saronamarket

Der sympathische Shootingstar mit dem weisshaarigen Technobärtchen und Flechtzopf rührt heute höchstpersönlich an den Woks.  Aharoni ist wirklich wahnsinnig freundlich, ohne Allüren, offen für Selfies mit Passanten. Er empfiehlt mir die vegane Ramensuppe und als Beilage einen Mini-Brokkoli-Erbsen-Spargelsalat. Bevor ich den Löffel in die Suppe tunke, gibts noch einen Schuss scharfer Sosse, die er mir in den Ramen rührt. Auf jeden Fall zu empfehlen für ein schnelles Lunchen. Als Stärkung noch einen Sojakaffee von der Coffeestation: danach gehts zurück in mein Schreibparadies.

Und wie sieht euer Arbeitsplatz aus? Schreibt das doch in die Kommentare oder postet ein Photo….

 

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