TEL AVIV NOTES  Insider Reiseblog für Tel Aviv
Naomi's Insights

I fall for you Venice Beach

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Los Angeles ist riesig. Alles. Und wenn ich sage riesig, dann meine ich überdimensional. Gleich um die Ecke von unserem Airbnb ist der Supermarkt „Ralph’s“. Ich wollte eine Sojamilch für meinen Kaffee, aber das kleinste Format, das ich finden konnte war drei Liter gross. Die Stadt hat mich gepackt. Ich liebe die Weite, das Grossflächige, das Wüstenklima. Bloss als Fussgänger fühle ich mich verloren. Gestern bin ich kurz unser Viertel zu Fuss erkunden, bis ich dann an einer sechsspurigen Schnellstrasse scheiterte. Am Zebrastreifen hält kein Mensch an, die Autos düsen an dir vorbei, als wärst du durchsichtig. Zu meinem Glück gesellte sich ein waghalsiger Skater zu mir, der auf den Zebrastreifen sprang, die Autos anhielt und mich mit sicheren Schritt auf die andere Seite beförderte.

Mein Favorit die Abbot Kinney

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Abbot Kinney ist meine Strasse. Hier ist ein Laden besser als der nächste. Laidback, Hipster, Hippies, Graffitis, Secondhand, junge Designer, vegane Esstempel all over. Hungrig entscheiden wir uns für The Butchers Daughter und ich bin verzaubert. Das Interior ist eines der schönsten, das ich gesehen habe. Eine grosse Bar, ein Patio, Restaurant und viele von der Decke hängende Sukkulenten, die das Lokal so besonders machen.

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Bester Avocadotoast im The Butcher’s Daughter

Wir brunchen an der Bar einen göttlichen Avocadotoast. Ich finde, was Freundlichkeit und Service angeht, können sich Israel und Europa hier noch eine dicke Scheibe abschneiden. Wie angenehm ist es, von freundlichen Kellnern verwöhnt zu werden. Für Lou, die kein Gluten essen darf, ist Los Angeles ein Paradies. Auch da kann Tel Aviv noch lernen.

Gestärkt bummeln wir durch die Boutiquen, gönnen uns einen cold pressed juice, setzen uns auf eine Fensterbank und schauen die lässig gestylten Leute an. Abends gehen wir endlich an den Strand. Auch der ist riesengross, ich kann das Wasser nur hinter dem Sand erahnen. Der Venice Boardwalk ist bunt, die Läden ein wenig trashig, Obdachlose schlafen in Zelten am Strassenrand. Es gibt viele homeless in LA, das ist mir gleich am ersten Tag aufgefallen. Unter den Bänken der Bushaltestellen, vor dem Supermarkt, in Parkanlagen und am Strand.

Strassenkünstler, Obdachlose, Jogger und Skater


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Auch Gillespie hat kein Dach über dem Kopf. Sein Schild und Lachen haben mich sofort angezogen. Wir sprechen kurz. Er ist Künstler und will mit seiner Malerei die Erinnerung an seinen 14jährigen Cousin Michael wahren, den eine tödliche Kugel traf, als er mit Freunden an einer Waffe spielte. Wir bummeln die Strandpromenade entlang, die entfernt an Tel Aviv erinnert. Obwohl ich die renovierte von TLV mit den Holzbänken und Treppen schöner finde. Die Atmosphäre ist ähnlich: Jogger, Fahrräder, Familien, Strassenkünstler, Musiker und anstatt E-bikes viele Skater. Wir warten auf den Sonnenuntergang und bestellen uns per Lyft einen Fahrer, der uns glücklich nach Hause fährt.

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