TEL AVIV NOTES  Insider Reiseblog für Tel Aviv
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Two nice jewish boys

nice jewish boys

Eytan Weinstein und Naor Meninger stecken hinter dem intelligenten unterhaltsamen PodcastTwo nice jewish boys. Im Audioformat interviewen sie interessante Israelis. Die Podcasts sind in englisch, ihr braucht also keine Hebräischkenntnisse.

Zwei kreative Köpfe und ein Podcast

Ich hatte das Vergnügen die beiden zu einem Gespräch zu treffen. Im Café Tolat Sfarim (Bücherwurm) am Kikar Rabin sitzen die zwei sympathischen kreativen Köpfe und erzählen mir von ihrem Podcast.

two nice jewish boys

Eytan (28), der Amerikaner mit dem einnehmenden Lachen stammt aus einer jüdischen Familie in Alamba. Seine Eltern sind gebürtige Israelis. Mit achtzehn Jahren folgt er seinem inneren Drang und dient drei Jahre lang in der israelischen Armee. Danach studiert er Film an der Uni Tel Aviv und lernt dort Naor kennen. Aber dazu später mehr. Eytan definiert sich als interaktiver Schreiber und arbeitet als Drehbuchautor.

Naor (28) ist waschechter Israeli und lebt im Süden von Tel Aviv. Auch er studierte Film an der Uni Tel Aviv. Während des Studiums habe er nicht viel mit Eytan zu tun gehabt. Sie waren keine Freunde, grinst er. Der Klick kam später. Auf einer Party begegnen sich die beiden und tauschen Ideen aus. Dabei entsteht die Idee zu einem Podcast. Seit Abschluss des Studiums führt Naor Regie und dreht Kurzfilme, die auf Festivals gezeigt werden. Im August feiern die nice jewish boys ihr einjähriges Bestehen.

Journalistisches Meisterwerk für die Ohren

two nice jewish boys

Für die unter euch, die nicht mit dem Genre Podcast vertraut sind. Podcasts sind wie aufgezeichnete Radiosendungen. In den USA ist das Medium ganz gross, während es in Deutschland und Israel noch in den Kinderschuhen steckt. Ich bin ein grosser Podcast-Fan. Zum laufen, im Flugzeug oder vor dem einschlafen. Ausser beim biken, da höre ich lieber Musik.

Naor und Eytan haben bereits über 40 Podcasts aufgenommen. Ihre Gäste sind divers und reflektieren unterschiedliche Aspekte der israelischen Gesellschaft. Es sind anspruchs- und humorvolle Gespräche. Kurzweilig mit hohen Informationswert. Eytan sagt, er hoffe, dass Podcasts bald auch in Israel populärer werden. Seit Februar kooperieren die Autoren mit dem Jewish Journal, der grössten amerikanischen jüdischen Wochenzeitschrift. Auf der Webseite des Jewish Journal verkehren jeden Monat zwei Millionen Leser. Das ist viel, selbst für amerikanische Verhältnisse.

Nobelpreisträger, Historiker und Freigeister

two nice jewish boys

Auf die Frage, wie die jewish boys ihre Interviewpartner aussuchen, erklärt Naor, das wäre in Israel einfach. Das Land sei klein und es findet sich immer jemand, um einen Kontakt herzustellen. So haben die zwei bereits den Chemie Nobelpreisträger Professor Dan Shechtman interviewt, den ehemaligen amerikanischen Botschafter Dr. Michael Oren und die Chefhistorikerin von Yad Vashem, Professor Dina Porat. Beeindruckende Auslese. Die Interviews finden in Naor’s Wohnung statt. Mit Ausnahmen, wenn die Gäste über achtzig sind und es ihnen schwer fällt das vierte Stockwerk zu Fuss zu erklimmen.

Ich mochte die Episode mit Eldad Beck, der schillernde Deutschlandkorrespondent der israelischen Tageszeitung Yedioth Achronot und das Interview mit Avi Issacharoff, dem Autor der brillianten TV-Serie Fauda.

Also, worauf wartet ihr noch? Reinhören, abonnieren.

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