TEL AVIV NOTES  Insider Reiseblog für Tel Aviv
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Roofparty, Deja Vu und mediokre Thai Küche

Tanzen auf den Dächern von Tel Aviv

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Als ich als Teenager in den Sommerferien nach Israel kam, sah Tel Aviv ganz anders aus. Es war unberührt. Eine staubige Stadt mit heissen Maiskolbenständen, in der ich nachts (gerne barfuss) mit meinen Freunden um die Häuser zog. Damals war der Pinguin Club der trendigste Laden, eine verrauchte dunkle Punkdisco mit Musik von Clash und den Sex Pistols. Die besten Parties fanden aber nicht in Clubs, sondern auf den flachen Dächern der Bauhäuser statt. Ein Plattenspieler, Verstärker, Bierflaschen, Kissen und Matratzen. Die Nächte unter dem Sternenhimmel vertanzen bis zum Morgengrauen.

Roofparty mit Ashramvibes und Deep House

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pic: telavivparty.com

Dieses Wochenende war ich auch auf einer Roofparty und hatte ein Deja Vu. Es war wie eine Reise in die achtziger Jahre von Tel Aviv. Ich kletterte die Treppen  hinauf in den letzten Stock, der Musik entgegen. Kerzen, ein DJ und viele Israelis, die sich wohl auf einem Indientrip kennen gelernt haben. Ashramvibes, fette Gras-Rauchwolken und Deep House auf dem Rooftop. Irgendwie hat sich nicht viel verändert. Die Beats sind anders, die Hippie Outfits die gleichen. Anstatt Vinyl, Musik vom Mac.

Thai Essen zum abgewöhnen

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Diesen Freitag war ich mit meiner Familie im Nithan Thai lunchen. Ich schreibe ja lieber Empfehlungen, aber heute muss ich euch davon abraten. Das Restaurant hat einen Ableger in Berlin und wird ziemlich gehypt. Also mein Ding war das gar nicht. Das Interieur ist geschmacklos-protzig, Popart Kunst vor asiatischen Holzbänken. Ich liebe eklektische Einrichtungen,  aber diese war einfach daneben. Auf der Speisekarte steht tatsächlich Gänseleber. Hallo? Geht das noch im Jahre 2017? Wir alle fanden das Essen grottenschlecht, die Bedienung lahm und den Preis überteuert. Daumen nach unten, könnt ihr euch sparen. Geht lieber ins Thai House, der Klassiker in Tel Aviv mit den besten Currygerichten in town.

Papier Paradies am Kikar Masaryk

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Bei einer meiner Bikefahrten habe ich das Yooletta entdeckt. Wahrscheinlich bin ich ein Spätzünder, denn das Papierparadies am Kikar Masaryk gibt es schon länger. Ich könnte mich in so Läden reinlegen. Eine wirklich wunderschöne Papeterie im Herzen von Tel Aviv. Da geht auch mein Herz auf.

Ein perfekter Platz, um den Shabbat auslaufen zu lassen ist die Veranda Sunset Lounge. Wenn du einen Barhocker an der Ballustrade zum Meer ergatterst, gibt es keinen besseren Platz zum sunset watching. Die Bar im Mykonos Stil schliesst über den Winter und öffnet wieder im März. Als ich nach Tel Aviv kam und noch viel Zeit hatte, bin ich fast jeden Abend an den Strand, um zu schauen, wie die Sonne untergeht. Hach, das klappt heute nicht mehr so oft. Aber Sonnenuntergang in Tel Aviv ist immer meine erste Wahl, wenn ich die Seele baumeln lasse.

 

 

 

 

 

 

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