TEL AVIV NOTES Insider Reiseblog für Tel Aviv
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WARUM MICH DER NAMAL WIE EIN MAGNET ANZIEHT

namal tel aviv

Namal, so nennen wir den einstigen Hafen von Tel Aviv. Heute ankern hier keine Schiffe, sondern Cafés, Restaurants und Sportgeschäfte. Der Namal ist aber mehr als eine Ausgeh- oder Shoppingmeile. Der erste Pluspunkt: er liegt am Meer und ich liebe das Meer. Die Gewissheit, die Wellen vor der Haustüre zu haben, ist unbezahlbar.

OFF SEASON DIE BESTE SAISON IN TEL AVIV

Am schönsten ist es in TLV Off-Season. Der Strand ist nicht überlaufen, die Temperaturen sind gehfreundlich und die Luftfeuchtigkeit sinkt. Der Winter ist mild, es regnet ab und zu, doch die Sonne scheint fast täglich.

namal tel aviv

Zu Fuss erreiche ich den Namal in zwanzig Minuten, per E-Bike in sieben Minuten. Klar, dass ich mein Bike wähle. Oder ich spaziere mit Hündin Joya, die mit ihren zehn Jahren noch beträchtliche Entfernungen zurücklegen kann. Mit dem Auto sollte man den Hafen nicht ansteuern, da die Parkplätze meist belegt sind. Auch am Wochenende meide ich die Gegend. Waschechte Tel Aviver sieht man hier kaum am Shabbat. Es sei denn am frühen morgen, bevor sich die Menschenmengen über das Holzdeck schieben und vor den Restaurants Schlange stehen.

Downwardfacing Dog mit Meeresblick

Der Namal ist ein Konglomerat aus renovierten Lagerhallen (Hangars) mit Sport- und Modegeschäften, Clubs und Cafés. Entlang des Meeres verläuft das breite Holzdeck, auf dem man zu jeder Uhrzeit Jogger und Radfahrer sieht. Die hedonistischen Tel Aviver lieben ihren Sport. Ok, ich gehöre nicht zu der Kategorie. Mea Culpa. Joggen war noch nie was für mich.

yogaday namal tel aviv

Aber: Mein Ella Yoga Studio liegt am Namal. In vorderster Reihe, gegenüber den Wellen. Das heisst, nach der Stunde vom Meer umarmt zu werden. Schon die Location macht Ella Yoga zum perfekten Ort für meine Matte. Leichter fällt es mir im Sommer. Diesen Winter bin ich yogaträge und rolle meine Matte gerne zuhause aus. Was ich noch mag am Namal? Den grossen Buchladen, die Eisdiele Neve Zedek, den klein geschnippelten Salat im Comme il faut Café, die glatten Steine auf die man sich setzt, um zuzuschauen, wenn die Sonne ins Meer plumpst.

namal tel aviv

SCHLEMMEN IM HANGAR 12

In der Mitte des Namals im Hangar 12 liegt das Herzstück: der Shuk HaNamal. Eine kleine Markthalle mit lokalen Gemüse, Obst, Gewürzen, Oliven, Käse und Brot. Hier findet man die beste Auslese an bunten Cherrytomaten, israelischen Waldpilzen, süsser Wassermelone, organischen Kräutern, frischgepressten Säften. Deftiges Roggenbrot bei Lachamim, Töpfe und Pfannen bei Arcosteel Kitchen, hausgemachte Pasta, Sandwiches und den perfekten Sojalatte bei Caffé Diemme.

Über der Markthalle liegt das trendige Restaurant Kitchen Market des kreativen Chefs Yossi Shitrit. 

namal tel aviv

pic: touryourway.com

Der Tel Aviver Vibe ist hier gut zu erleben. Man sitzt eng aneinander über mediterranen Goodies. Am liebsten esse ich aber Tapas unten an der Bar. Freitags ist Farmersmarkt. Da sollte man früh aufstehen, denn ab 11:00 Uhr wird nur noch gedrängelt und geschubst. Rund um die Halle erstrecken sich Stände voller Köstlichkeiten aus dem ganzen Land. Unbedingt essen: die heissen, zuckersüssen Maiskolben. Unbedingt kaufen: Challa, sprich den besten Hefezopf in town. Genau das werde ich morgen früh machen.

Kennt ihr den Namal? Habt ihr einen Lieblingsort in eurer Stadt?

Schreibt das in die Kommentare….

 

 

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