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Warum ich Freitage in Tel Aviv liebe

 

RIDING MY BIKE ON A FRIDAY

hayarkonpark tel aviv

GRÜNE STREIFENPOLIZISTEN AM HAYARKON

In den frühen Morgenstunden bevor die tropisch-feuchte Luft sich über die Stadt legt, gehe ich mit meiner (unserer) Hündin Joya im Hayarkonpark spazieren.

Da sie frei ohne Leine frei läuft, muss ich aufpassen, dass keiner der „grünen Streifenpolizisten“ hinter einem Baum lauert und mir eine Strafe aufdrückt. Ausserdem muss ich nah an ihr dran sein, damit sie nicht auf dem Fahrradweg von einem der in Neon-Lycrahosen gepressten Radfahrer, die den Fahrradweg mit einer Rennstrecke verwechseln an- oder umgefahren wird. Auf dem Nachhauseweg machen wir einen kurzen Abstecher in meinem Stammcafé für einen Sojalatte to go.

joya

 

Danach parke ich Joya hechelnd auf unserem kühlen Küchenboden und sattle mein E-Bike für meine Freitagsrunde. Der Vormittag gehört immer mir alleine, Freunde treffe ich erst am frühen Nachmittag. Die Runde ändert sich von Woche zu Woche, endet aber meist auf dem Farmersmarkt am Hafen.

BIKERIDE MIT ENTWENDETER GOPRO

Heute habe ich meinem Sohn Ben seine Gopro Kamera heimlich entwendet (er hat es immer noch nicht gemerkt) und sie an mein E-Bike montiert. Ich fahre filmend die Ivn Gvirol Strasse entlang, vorbei am Rabinplatz Richtung Süden. Biege rechts in die Sderot Chen, der wunderschönen Allee mit den uralten schattenspendenden Bäumen. Auf dem Fahrradweg gehts bergauf zum Habimaplatz. Der Platz rund um das Staatstheater Habima wurde vor ein paar Jahren renoviert und blüht in allen Farben.

 

tel aviv habima square

 

Kinder spielen auf den Stufen und suchen das erfrischende Nass im ebenen Springbrunnen. Rings um den Platz reihen sich Cafés, in der es schon jetzt keinen Platz mehr gibt.

Weiter Richtung Rothschild-Allee streife ich das Lachmanina ein Bäckerei-Café, das (bald) einen eigenen Blog verdient.

Auf dem Rothschild Boulevard wird es mir zu gedrängt, also biege ich in die Sderot Ben Zyon und mache einen Halt an (einem) meiner liebsten Kioske. Auch hier ist eine lange Schlange, in die ich mich gefügig  für den zweiten Sojalatte reihe.

Tel Aviv Kiosk Sderot Ben Zion

Dann radle, besser lasse mich vom Ebike in Richtung Meer radeln. Über die Bograshov, die Strasse der schrägen Boutiquen, die direkt runter zum Strand von Tel Aviv führt. Seit die Strandpromenade letzten Sommer erneuert wurde, gibt es nun entlang des Meeres einen Radweg, der sich vom südlichen Jaffo bis zum nördlichen Mandarinstrand von Tel Aviv streckt. Man kann also locker die ganze Nord-Süd-Achse der Stadt mit dem Rad zurücklegen.

SURFER, HUNDE UND BIOGEMÜSE

Ich radle vorbei am Frishmanstrand und dem Gordon-Salzwasser-Freibad, an dem kleinen Yachthafen (der Marina), an Surfern und dem Hundestrand.

hundestrand tel aviv

Kurioserweise grenzt der Hundestrand  zu einer Seite an den Gaystrand mit den regenbogenfarbenen Sonnenschirmen und zur anderen Seite an den religiösen Sandabschnitt mit der sichtdichten Trennmauer für ungestörtes Frauen- und Männerbaden.

Schweissgebadet habe ich es gleich geschafft: der Farmersmarkt am Hafen. Rund um die kleine Markthalle kommen hier Freitags Gemüse- und Obstbauern, Blumenhändler, Bäcker und Käseartisanen, um ihre frische Ware zu verkaufen. Ich decke mich ein mit Biogemüse, kaufe eine Chala fürs Wochenende, trinke noch schnell eine frischgepresste Zitronen-Minz-Limonade. Dann geht es zurück über den Hayarkonpark nach Hause….

1 Kommentar

  1. Alexander Drehmann

    Hallo Frau Spiegel,
    mien Name ist Alexander Drehmann, ich bin unter Anderem in meienr Funktion als Geschäftsführer für die Gemeidnezeitung der jüdischen Gemeinde Duisburg zuständig.
    Auf Empfehlung von Herrn Awi Blumenfeld würde ich gerne einen Text von Ihnen in unsrem Gemeidneblatt veröffentlichen.
    Ist es machbar, falls ja, was würde es kosten?
    Schöne Grüße aus Duisburg
    Drehmann

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