TEL AVIV NOTES  Insider Reiseblog für Tel Aviv
Naomi's Insights

5 Rituale, die ich jeden Morgen mache

5 Rituale meditation

pic: businessinsider

#kurze Meditation

Bisher habe ich nur mit meiner Dan Harris App „10 percent happier“ meditiert. Vom Bett aufs Kissen. In allen denkbaren Versionen. Nie länger als 15 Minuten. Heute hat sich mir eine neue Welt aufgetan. Die wunderbare Madhavi vom tollen Lifestyle und Yogablog Kaerlighed ist gerade bei uns zu Besuch. Und was könnte es besseres geben, als von ihr in eine neue Meditation eingeführt zu werden.

Und das vor einem Zahnarztbesuch. Da könnte ich hundert Meditationen gebrauchen. Eine halbe Stunde mit geschlossenen Augen und ruhigen Atem umringt von meinen Kräutern auf der Dachterrasse. Ich schwöre euch, ich war zwar angespannt, aber innerlich doch entkrampfter als sonst auf dem verhassten Stuhl in Käfer-Rückenlage. Und während die Ärztin an mir rumbohrte und spritzte, dachte ich nur: einatmen, ausatmen.

#Morning Pages

Es klappt nicht jeden Morgen, aber fast. Wenn ich zu spät aufstehe, fallen leider die morning pages unten durch. Nein, es geht nicht um Zeitung lesen. Ich habe mir das bei der Autorin und Kreativtrainerin Julia Cameron und ihrem inspirierenden Buch „The Artist’s Way“ abgeschaut. Du schreibst dir alles runter, was dir in den Kopf kommt.

Ohne zu überlegen. Ein Gedankenfluss ohne Ratio. Du schreibst mit der Hand, drei Seiten lang. Genau so mache ich das, schreibe ungefiltert drauf los. An Tagen der Morgenseiten bin ich kreativer. Mein Tag beginnt entspannter. Mit zeitlicher Distanz gewinne ich beim erneuten lesen meiner morning pages andere Perspektiven auf mein Denken. Ein gutes tool für Persönlichkeitsentwicklung. Finde ich zumindest. Probiert es mal.

#Kaffee aus der Maccinetta

Das ist mein Genussritual am Morgen. Meinen organischen Kaffee vom Coffeeshop Loveat in meine Maccinetta zu drücken. Wenn der Kaffee aufsteigt, legt sich eine herbe Duftwolke über die Küche. Gerne trinke ich die erste Tasse draussen im Garten. Auch wenn es kalt ist (eher selten in TLV) oder tropisch heiss (oft). Es geht nichts über diese Auszeit am morgen. Früher hat mir auch ein löslicher Nescafe schnell in den Becher gerührt gelangt. Seit ein paar Jahren lege ich Wert auf hochwertigen frischen Kaffee (beste Coffeeshops in Tel Aviv). Das hat etwas mit Genuss zu tun. Ich finde, man soll sich gute Dinge im Leben gönnen. 

#meine Kinder umarmen

pic: tickledmummyclub

Unsere Weckprozedur am Morgen ist immer mit Umarmungen verbunden. Ich stehe für meine Ich-Zeit und die oben beschriebenen Rituale früher auf. Die Kinder liebevoll wecken ist ein Must. Es gibt Tage, da sind die Kids grummelig, aber umarmt wird dennoch. Es gibt keinen besseren Start in den Tag. Dieses Zeitfenster vor der Schule gehört ganz ihnen. Da stelle ich alles andere zurück. Erdbeeren zupfen für Ron, zusammen am Tisch sitzen. Auch ohne Worte.

Wenn eine Parfümschwade durchs Haus zieht, weiss ich: Ben ist wach. Lou kommt am schnellsten aus der Koje und ist als erste weg. Sie ist autark und macht alles alleine. Nachdem die drei ihre Rucksäcke geschnappt und aus dem Haus sind, streife ich kurz die Zeitung, lese und antworte Mails. Dann kann der Tag (fast) beginnen.

#mit Joya spazieren gehen

Unser XX-Large Hündin Joya wartet geduldig bis sie dran ist. Mit ihren zehn Hundejahren hat sie ein lässiges Gemüt. Entspannt döst sie bis sich der Morgensturm gelegt und ich Zeit für sie habe. Wenn es zu lange dauert gibt sie Ton. Wolfsmässiges Jaulen mit angehobener Schnauze. Ich versuche Termine nie zu früh zu legen, damit wir Zeit für den Hayarkonpark haben. Die grüne Oase, der Central Park von Tel Aviv.

Jetzt ist die schönste Jahreszeit für ausgedehnte Spaziergänge. Die Stadt blüht in allen Farben. Im Park treffen wir auf Bollerwagen mit Kleinkindern, Jogger, Radler, Rentner mit philippinischen Altenpflegern. Im eingezäunten Hundepark toben ein paar Junghunde. Wir laufen zurück über die Ivn Gvirolstreet, vorbei an noch geschlossenen Hummusläden, dem Schuster und Horkanus-Café. Lokale und Cafés sind immer voll in TLV. Zu jeder Tageszeit. Am Milanoplatz biegen wir ab Richtung Musik-Konservatorium. Nach Hause.

featured image: Veganblatt

Wie sieht euer Morgen so aus? Habt ihr auch feste Rituale? Schreibt das doch in die Kommentare…

 

6 Kommentare

  1. I love your morning rituals. Am in the process to create new ones as all my kids have flown the nest.
    After coffee and newspapers I do yoga at least one hour followed by a walk through Central Park. Only then can the day start????????

  2. love yours too, especially the yoga!Is it selfpractice or are you joining a class? Coffee & newspaper i am in too. And walking is the best, being outside. Hayarkon instead of central park 🙂 big hug

  3. Ich finde es toll, dass du darüber schreibst! Da fühle ich mich richtig bestätigt! Mittlerweile genieße ich auch wieder den Luxus Morgenseiten schreiben zu können und mit ein paar Übungen (aus dem Kundalini Yoga) in den Tag starten zu können. Gerade für das tägliche kreative Schaffen ist das eine echte Kraftquelle. Und natürlich darf ein Kaffee aus dem Espressokocher nicht fehlen 😉

  4. Ja, ich mache auch mind. eine halbe Stunde Kontemplation am frühen Morgen. Sonst kann der Tag nicht starten. Auf jeden Fall ist es wichtig, mehr als 20 Minuten zu „sitzen“, aus Erfahrung und laut Lehre.

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